Eine Kurstadt braucht Kurluft – Themenabend E-Mobilität in Bad Oeynhausen

Am Donnerstag den 11. Juli hatte die CDU Ortsunion Altstadt Bad Oeynhausen zum Themenabend E-Mobilität geladen. E-Auto-OWL hat gerne die Einladung angenommen einen Vortag über “Elektromobilität in der Kurstadt” zu halten.


Inhaltlich wurde zunächst dargestellt, dass E-Mobilität nur ein Baustein sein kann um den Klimawandel aufzuhalten. Die Förderung und der Ausbau der Infrastruktur für (E-)Fahrräder und den öffentlichen Nahverkehr sollte eine ebenso große Aufmerksamkeit erfahren. Weiterhin wurde der aktuelle Entwicklungsstand der Elektromobilität kurz dargelegt und die übliche Vorurteile gegenüber Reichweite und Langstreckenfahrten ausgeräumt.
Die Analyse bezüglich der ökologischen Aspekte in Bad Oeynhausen wurde dann detaillierter geführt. Folgende Kernpunkte wurden dargestellt:

  • Die Stadt wird ihr selbstgestecktes Ziel für Treibhausgas-Emissionsziel 2020 nicht erreichen. Die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrssektor stiegen sogar zuletzt.
  • Die DUH hat 2018 Bad Oeynhausen als einen von fünf Orten mit Überschreitung von Stickoxidgrenzwerten identifiziert.(Quelle)
  • Lärm ist durch zwei Autobahnen und zwei Bahnlinien ein besonderes Problem.

Es wird zu wenig gefördert

Besonders interessant ist, dass die von der Stadt regelmäßig veröffentlichten Klimaschutzberichte schon lange für die Elektromobilität werben, jedoch bislang kaum etwas umgesetzt wurde. Im Bericht 2015/2016 steht z.B.:

“Aus Sicht der Klimaschutzes ist Elektromobilität – inzwischen – zu befürworten. […]Gerade für eine Kurstadt wie Bad Oeynhausen wären zudem die erheblichen Verringerungen lokaler Emissionen von großer Bedeutung. Die Luft würde besser. Und die Lärmemissionen würden drastisch sinken, wenn ein größerer Teil von mit Benzin, Diesel oder Erdgas betriebenen Fahrzeugen durch Elektrofahrzeuge ersetzt würde. […]”

(Klimaschutzbericht 2015/2016)

Der Vortragende analysierte im Weiteren die lokale Infrastruktur und konnte deutliches Verbessungspotential im Bezug auf Anzahl, Lokalisation, Fehlerbeseitigung und Abrechnung aufzeigen. Besonders die fast überall im Stadtgebiet fehlende klare Kennzeichnung der Ladesäulen, mit entsprechend Parkverboten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, wurde bemängelt.

In der anschließenden regen Diskussion wurde intensiv über Umwelt- und Kostenaspekte diskutiert, aber auch über den Klimawandel im Allgemeinen. Bei einer kleinen Probefahrt konnten sich die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Frau Nolte-Ernsting und Jörn Böker (Beisitzer) davon überzeugen, dass E-Mobilität den Kinderschuhen entwachsen ist und eine echte Alternative zu klassischen Autos darstellt.

Die CDU Ortsunion Altstadt hat versprochen an dem Thema dran zubleiben und sich für die Elektromobilität einzusetzen. Vielen Dank, wir freuen uns drauf!

Erste Erfolge

Nur wenige Tage nach der Veranstaltung auf der Frau Nolte-Ernsting zugesagt hat mit dem Leiter der Stadtwerke Bad Oeynhausen (Andreas Schwarze) zu sprechen, stellen sich erste Erfolge ein.
Die Säule am Herz- und Diabeteszentrum bekommt eine Bodenmarkierung und auch die neuen Säulen am Rathaus und an der Auferstehungskirche bekommen eine Beschilderung. Toll!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.